Tipp des Monats

Gesegnete Weihnachten, ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr und weiter viel Freude mit Ihren Tieren wünschen Mag. Alexander Weghofer, Dr. Bernhard Samm und alle Mitarbeiter !

 

 

April 2006: Achtung auf Babesiose - Zecken übertragene einzellige Parasiten !

Aufgrund einiger Babesiosefälle in unserer Praxis in der letzten Zeit ist es uns ein Anliegen, Sie über diese Erkrankung zu informieren:

Übertragung
Die Übertragung der Babesien erfolgt durch Zecken. Mit dem Speichel der Zecken gelangen die Entwicklungsstadien der Babesien ins Blut. Danach dringen sie in die roten Blutkörperchen des Wirts ein  und zerstören diese.

Foto: Die Zecke gehört zu den Spinnentieren (Ordnung der Milben) und ernährt sich vom Blut von Menschen oder Tieren

Vorkommen und Verbreitung

Die Babesiose ist eine akut chronisch verlaufende Erkrankung. Sie wird durch einzellige Parasiten (Babesien) verursacht.

Babesien treten weltweit, vor allem aber in den Tropen, den USA und den Mittelmeerländern, auf. Durch den verstärkten Reiseverkehr werden seit 1973 auch in Deutschland, Norditalien, der Schweiz, Frankreich, England, Ungarn und auch Österreich Fälle beobachtet. Die Hauptinfektionsgefahr im europäischen Raum besteht von Mai bis Oktober.
Krankheitsbild
Nach einer Inkubationszeit von 10 Tagen bis drei Wochen treten infolge der massiven Zerstörung der roten Blutkörperchen beim Tier folgende Symptome auf:

  • Mattigkeit

  • Fieber bis 42 Grad Celsius

  • Allgemeine Schwäche

  • Rotbraun gefärbter Harn

  • Nierenversagen

  • Gelbsucht

 

Diagnose
Babesien werden in den roten Blutkörperchen im Blutausstrich nachgewiesen.
Therapie
Bluttransfusionen, Chemotherapeutika, intensive tierärztliche Behandlung

Prophylaxe
Besonders möchten wir auf die Wichtigkeit der Zeckenprophylaxe  hinweisen. Es besteht die Möglichkeit, sein Tier durch Medikamente wie zum Beispiel „Expot“  vor Zecken generell zu schützen. Dieses Mittel wird äußerlich auf die Haut aufgetragen bietet für einige Wochen einen Schutz vor Zeckenbefall

März  2006: Katzen und Hunde haben öfter Spul- und Hakenwürmer, als Sie denken !

Der Befall unserer Katzen und Hunde mit Spul - und Hackenwürmer ist ein häufig anzutreffendes Problem.
Ein sicheres Anzeichen für den Befall ihrer Katze mit Spulwürmern ist ein trockenes Husten und Würgen, wobei der Kopf in typischer Weise nach vor, und flach auf den Boden gestreckt wird. Nach dem Husten schluckt die Katze einige Male und geht anschließend ihrer Wege als ob nichts gewesen wäre.
Mit diesem Husten und Würgen befördert die Katze, die in der Lunge befindlichen Larvenstadien der Würmer herauf und schluckt diese ab.
Sind um den After der Katze reiskornartige, weiße kleine Gebilde zu finden ist das ein sicheres Zeichen für den Befall mit Bandwürmern.
Ein weiterer Hinweis für das Verwurmtsein Ihrer Katze mit Bandwürmern, ist der sogenannte Nickhautvorfall. Dabei schiebt sich vom inneren Augenwinkel das dritte Augenlid allmählich über das Auge, und man hat den Eindruck als ob ein Häutchen über das Auge wachsen würde. Wenn ihre Katze eine Mäusefängerin ist, dann ist mit Sicherheit anzunehmen, daß sie einen Bandwurm hat.

Bei unseren Hunden gibt es keine so versteckten Hinweise für Verwurmung. Hier liegt der eindeutige Beweis im Auffinden der fadenförmigen Würmer im Erbrochenen oder im Kot.

Wenn Anzeichen oder eindeutige Hinweise für den Befall mit Würmern vorliegen, dann gehören Hunde oder Katzen sofort mit den entsprechenden Medikamenten entwurmt.
Noch besser ist es aber, durch regelmäßige, vorbeugende Verabreichung von Entwurmungs- mitteln unsere Haustiere vor dem Befall mit diesen Parasiten zu schützen.

Jänner  2006: Sarcoptes-Räude beim Hund wird durch Milben (Spinnentiere) ausgelöst

Sarcoptes-Milben sind Grabmilben, die schwerwiegende Hauterkrankungen verursachen. Die Übertragung erfolgt schon durch flüchtigen Kontakt von Tier zu Tier. Eine Ansteckung in Zwingern und Transportboxen, in denen vorher räudige Tiere waren, oder über Kämme und Bürsten ist ebenfalls möglich. Als klinische Symptome fallen besonders der plötzlich auftretende starke Juckreiz, blutig gekratzte Hautpartien am Unterbauch und häufig borkige Veränderungen an Ellbogen und Ohrrändern auf.
Bei engem Kontakt des Tierhalters mit einem an Sarcoptes-Räude erkrankten Hund können die Milben auch auf den Menschen übergehen. Sie können sich aber auf dem Menschen nicht vermehren. Die klinischen Symptome verschwinden meist rasch, wenn der Hund gegen die Räude behandelt worden ist. Die Diagnose erfolgt durch ein Hautgeschabsel (Abschaben eines kleinen Hautbezirks mit einem Skalpell und anschließende mikroskopische Untersuchung des Geschabsels) oder durch den Nachweis von Antikörpern im Blut.

Zur Behandlung der Räude gibt es ein breitwirksames  sogenanntes Spot-on-Präparat , das zur Räudebehandlung 2 x im Abstand von vier Wochen verabreicht werden sollte.
Wir beraten Sie gerne bei Hautproblemen Ihres Tieres und informiert Sie über die Therapie, di folgendermaßen angewandt wird: Einfach die Haare des Tieres scheiteln und das Mittel auf die Haut im Nackenbereich auftragen. Für die sanfte Verabreichung der system(at)ischen Behandlung ist keinerlei Schutzkleidung notwendig, und nach spätestens 30 Minuten ist der Wirkstoff eingezogen.

Typisch für die Räude sind graue Verfärbungen unter den Achseln und an den Kniefalten des Hundes. Die Haut ist verdickt und und wirkt großporig. Die veränderten Hautbezirke können sehr groß werden. Der Hund riecht außerdem stark, es ist ein stechender Geruch nach Mäusen. Dieser Geruch ist typisch für an Räude erkrankte Hunde - wer ihn einmal gerochen hat, wird ihn beim zweiten Mal sofort wiedererkennnen.

Juli/August 2005: Reisen mit oder ohne Katze, Tipps zur Urlaubspflege

Die meisten Katzen sind nicht sehr reisefreudig, sehr zum Leidwesen ihrer Besitzer, die sie manchmal gerne mit in den Urlaub nehmen würden.

Die beste Urlaubslösung für die Katze ist die Betreuung in der eigenen Umgebung. Fragen Sie Nachbarn, Verwandte oder Freunde ob sie bereit wären ihre Katze im Urlaub zu versorgen.

Planen Sie das aber rechtzeitig, damit Sie eventuelle Urlaubspläne mit den Betreuern absprechen können. Vielleicht kennen Sie jemanden, der auch eine Katze hat, und so könnten Sie ihre Katzen auf Gegenseitigkeit für den Urlaub betreuen. Urlaubsbetreuung nach dem Motto: „Nimmst Du meine Katze, nehme ich Deine Katze“ kann oft einfacher als gedacht organisiert werden. Auch hier gilt es wieder, rechtzeitig Kontakt aufnehmen, damit man die Leute, die Ihre Katze versorgen sollen, schon vorher kennen lernt. Wichtig ist, dass die Person, die Ihre Katze versorgt auch wirklich zuverlässig ist und auch etwas Zeit mitbringt. Nicht nur die zweimalige Fütterung, das Reinigen der Katzentoilette, sondern auch ein paar Streicheleinheiten, ein paar Worte und ein kleines Spiel tragen zum Wohlbefinden der Katze bei. Sorgen Sie rechtzeitig für genügend Futter, Streu und ein paar Leckerbissen.
Tierpensionen – was gibt es zu beachten?
Tierpensionen, für welche man sich entscheiden muß, wenn sonst keine Möglichkeit besteht, bedeuten meist Stress für die Katze. Sicher gibt es sehr gute, fast wie Hotels geführte Unterkünfte für Katzen. Aber fremde Umgebung, fremde Menschen bedeuten absoluten Stress für Katzen, mag die Betreuung noch so liebevoll sein. Gute Katzenpensionen gibt es nicht allzu viele und die meisten sind schon lange im voraus ausgebucht. Durch einen Besuch, lange vor dem geplanten Urlaub, sollten Sie sich einen eigenen Eindruck verschaffen, ob Sie Ihre Katze dort unterbringen wollen. Eine gute Katzenpension erkennt man nicht nur an der Sauberkeit und dem freundlichen Service, sondern auch daran, dass sie nur kastrierte und voll geimpfte Tiere aufnimmt.
Hinterlassen Sie auf jeden Fall die Adresse Ihres Tierarztes und Ihre Urlaubsadresse, damit etwaige Fragen rasch geklärt werden können.

März 2005: Ein neuer Hund kommt ins Haus, was muss alles beachtet werden?

Der erste Besuch in der Tierarztpraxis sollte in der 7.-8. Lebenswoche sein. Bei der so genannten Welpenvorsorge wird der Welpe richtig angeschaut und untersucht, ob auch alles in Ordnung ist z.B. Augen, Ohren, Zähne, Körperbau usw. Der kleine Hund wird auch gewogen und bekommt seine erste Wurmkur. Bis zur 12. Lebenswoche sollte man den Hund alle 2 Wochen entwurmen.
Es muss auch darauf geachtet werden, dass der Welpe geeignetes Futter bekommt. Ein Welpe braucht mehr Nährstoffe als z.B. ein ausgewachsener Hund.
In der 8.-9. Woche kommt dann die Erstimpfung dazu.
Diese Impfung wird dann in der 12.-13. Woche wiederholt, das ist die Grundimmunisierung. Zu dieser kommt die Tollwut noch hinzu. Diese Impfungen müssen jedes Jahr einmal, im gleichen Monat wie die Erstimpfung, wiederholt werden.
Im 5. Lebensmonat sollte der Hund nochmals entwurmt werden, danach nur noch alle 3 Monate. Wenn der Welpe ausgewachsen ist, reicht es, ihn zweimal im Jahr zu entwurmen.
Ab dem 6.-8. Lebensmonat kann der Hund oder die Hündin kastriert werden. Bei dieser Operation wird das Tier in Narkose gelegt. Vor einer Narkose ist die Untersuchung auf Narkosefähigkeit wichtig. Hierbei ist das Herz-Kreislaufsystem zu untersuchen, dazu ein Blutstatus, die Leber- und Nierenwerte sowie die Blutgerinnung.

 Vom Igel bis zum Großtier - Beste Betreuung durch Weghofer - Samm !